Search Engine Optimization mal Anders

IP-Sharing

Meist ist neben dem lückenhaften Wissen in Sachen Webhosting der Geldbeutel das bestimmende Kriterium für die Auswahl eines Angebotes. Das Basiswissen kann man mit etwas Zeit und entsprechender Lektüre vervollständigen. Man bekommt beim Webhosting meist einen begrenzten Speicherplatz mit einer oder mehreren Domains kostenlos dazu. Nach außen hin scheint es eine eigenständige Webpräsenz zu sein, aber das ist nicht so, den technisch gesehen liegen auf der selben Festplatte des Servers, mehrere Webpräsenzen nebeneinander und werden vom selben Server über eine IP-Adresse verwaltet.

Dies kann insbesondere dann Auswirkungen haben, wenn z.B ein "Nachbar" auf der selben Festplatte des Servers als Spammer eingestuft wird, denn Suchmaschinen prüfen das sehr genau und sperren auch gern mal schnell komplette IP-Adressen aus dem Suchindex, also wird in solch einen Fall ihre Unternehmenspräsenz direkt mit Penalties belegt. Meist werden solche Penalties zu spät erkannt, was wiederum richtig ins Geld gehen kann, betreibt man Online-Kampagen für die eigene Unternehmenspräsenz. Die Internetpräsenz eines Unternehmen muss auf einem eigenständigen Server mit einer eigenständigen IP-Adresse liegen, um im Vorfeld schon solche Fallstricke entgegenzuwirken.

 

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Domain nach Schema: (example.com)

Ihre Daten werden verschlüsselt übertragen.   

 

SSL-Seiten (HTTPS)

Aus der Historie des Internet betrachtet wird der Transport von Informationen über den HTTP-Modus als unsicher betrachtet. Ein Shopsystem oder Email-Kontaktformular, also wo immer ein Kunde personenbezogene Daten von seinen Endgerät zu Hause an Ihr Unternehmen (Webserver) sendet, wird vom Gesetzgeber verlangt: dass die Sicherheit von personenbezogenen Daten beachtet und aktiv unterstützt wird. Das ist nicht neu, sondern schon seit Jahren deutsches und europäisches Recht. Da reicht es auch nicht, im Impressum darauf hinzuweisen.

Die Gefahr, dass Unternehmen auf Grund von unzureichender Datensicherheit abgemahnt werden können, ist real, würden gewisse Anwaltskanzleien das IT-Verständnis für die Zusammenhänge kennen, würden mit Sicherheit Abmahnwellen rollen, denn das Thema betrifft Millionen von deutschen Webseitenbetreibern. Hier empfehle ich das Portal http://www.e-recht24.de/. Dieses Projekt betrachtet das Problem aus rechtlicher Sicht im Bezug auf Impressum, AGB, Disclaimer etc.

E-Mails - Senden Sie noch Ihre Email im Postkarten-Format?

Emails sind immer noch das Kommunikationsmittel Nummer Eins im Internet, aber auf kein anderes Segment der IT wird so wenig Aufmerksamkeit gelegt, wie bei diesem Dienst. Es werden wichtige Unternehmensdaten mit dem Steuerberater ausgetauscht, Lieferscheine oder Rechnungen versendet. Kennen Sie den Satz: "Schauen Sie mal in Ihren Spam-Ordner, vielleicht ist dort unsere Rechnung gelandet." Es hat seinen Grund, weshalb diese Emails teilweise im Spam-Ordner ihrer Kunden oder Partner landen.

Email-Server sind immer noch die hohe Schule in der Konfiguration von Servern, aber die meisten Emailserver von Unternehmen kennen nicht solche Mechanismen wie z.B. DKIM, SPF, DMARC, SSL-Zertifikat, Reverse DNS, S/MIME, PGP, verschlüsselter Transport von einem Email-Server zum Empfänger-Server. Würden zum sofortigen Zeitpunkt, die Hälfte aller Email-Server nur noch verschlüsselten Transport genehmigen, würden weniger als die Hälfte aller Emails bei dem Empfänger ankommen.

Ein erster Test, ob ihre Unternehmens-Emails betroffen sind, kann man kostenlos unter https://www.mail-tester.com/ testen. Wenn Sie keine 10 von 10 Punkten im Rating erreichen, hat ihre Unternehmenskommunikation ein Problem.

Das Szenario, die Realität

Zu einem erfolgreichen SEO des eigenen Webprojektes bedarf es zweier Betrachtungsweisen. Zum Einen, wie wirkt meine Website im Bezug auf Datensicherheit bei den Kunden oder Users und zum Zweiten, welche Anstrengungen unternimmt das Unternehmen in den Bereichen, welche die Kunden oder User nicht sehen, Stichwort: Serverkonfiguration/-sicherheit.

Diese Bereiche testen Google & Co. sehr gewissenhaft. Schlechte Konfigurationen ziehen Penalties nach sich, gute Konfigurationen werden belohnt. In Geld ausgedrückt: wenn Sie mit Google-Adword Kampagnien für Ihr Unternehmen schalten, bezahlen Sie für ein KeyWord und Platz 1 auf der ersten Ergebnisseite bei Google mehr, als ein Unternehmen, welches eine positivere Reputation hat.

Hier empfehle ich einen sehr interessanten Beitrag im offiziellen Webblog von Google. Link zum Google-Blog

Ein User hat nicht so viele Möglichkeiten, um die Seriösität und Sicherheit einer Website zu testen. Erste löbliche Anstrengungen werden von diversen openSource Projekten, wie z.B. Firefox etc. unternommen, welche dem User eine Meldung anzeigen, wenn mit der Website etwas nicht stimmt. Ein weiteres Beispiel: Viele Menschen benutzen Onlinebanking, mittlerweile sind die meisten Nutzer so sensibilisiert und achten darauf, dass der richtige Server antwortet. Dies ist erkennbar an dem grünen Schloß in der Browseradresszeile. (Klickt man darauf, erscheinen die Details zum Server, welcher sich unter der URL der Bank meldet)

Durch diese ausgewiesene Transparenz und Sicherheit der Webserver, steigt auch die Reputation der URL und schlußendlich des gesamten Webprojektes in der Wahrnehmung Ihres Unternehmens.

Also warum nicht das Prinzip der Transparenz und Sicherheit für den Internetauftritt des eigenen Unternehmens nutzen.

Vor noch gar nicht so langer Zeit, war der eigene Webserver und die Anbindung an das Internet selbst für größere Unternehmen eine recht kostspielige Angelegenheit, jetzt ist es anders. Mittlerweile ist ein eigener Rootserver oder vServer genauso teuer, wie ein Webspace bei Hostern wie 1&1 oder Strato usw. vor ein paar Monaten/Jahren.

Warum ist ein Webspace mit Homepage-Baukästen, wie Jimdo, Strato oder 1&1 etc. nicht brauchbar für den eigenen Unternehmensaufritt im Netz. Weil, es wird in keinster Weise auf das Thema Sicherheit oder Datenschutz eingegangen, mal davon abgesehen, dass die sogenannte Google-Optimierung mit Vorbehalt betrachtet werden muss. Als Entscheider eines Unternehmens, kann man ohne Programmierkenntnisse seinen Unternehmensauftritt zusammen klicken, aber dann sollte man das Ergebnis nur als Arbeitsvorlage an die Webagentur seines Vertrauens übergeben und niemals damit online gehen.

Ladezeiten optimieren - Stellschrauben für die Ladezeit

Ein eigener Root-Server hat einen entscheidenden Vorteil, dass die Leistung des Servers Ihnen zu 100% zur Verfügung steht, was sich wiederum positiv auf das Ranking z.B. bei Google auswirkt. (siehe https://developers.google.com/speed/pagespeed/insights/?hl=de) Hat man zum Beispiel ein großes resourcenhungriges CMS (Content Management System) im Einsatz, Stichwort Typo, ist man über jedes Prozentchen von Leistung dankbar, um die Performance der Webpräsenz zu steigern. (Typo soll hier aber nicht das Thema sein.)

Ein paar weitere Stellschrauben für die optimierte Ladezeiten sind: gzip-Komprimierung vor der Übermittlung des Inhalts vom Server zum Kunden, Bilderoptimierung, also die richtige Balance finden zwischen Qualität des Bildes und Ladezeit (Stichwort: jpegoptim --strip-all können bis zu 70% an Dateigewicht einsparen), minify-Technik, If-Modified Since Header nutzen, Ladereihenfolge beachten oder auch CSS-Sprites nutzen.

Um Reverse Proxy, Server- oder Datenbank-Caching zu betreiben ist der sogenannte Root-Zugriff unerlässlich. Um ein A Rating bei Quali SSL-Labs zu erreichen? Unbedingt. siehe am Beispiel diese URL: cyber-konzept.de

Alles im Allem ist SEO nicht nur das Schalten von Onlinekampagnen oder das Einfügen von Keywords oder die Präsenz bei facebook & Co. zu plazieren, erfolgreiches SEO startet viel, viel früher.

Eine kleine Spielerei/Anleitung, um unabhängig die Performance inklusive der OnPage-Vektoren Ihres Webprojekte selbst zu testen.

"Die CyKo-Checkliste"